Grupp, KARL Josef [374]
- Geboren: 5 Jan. 1881, Heidelberg, Rhein Neckar Kreis, Baden Württemberg, Germany
- Getauft: 27 Feb. 1881, Heidelberg, Rhein Neckar Kreis, Baden Württemberg, Germany
- Ehe: Sachs, Katharina Lucia HEDWIG [375]
- Gestorben: 20 Feb. 1935, Heidelberg, Rhein Neckar Kreis, Baden Württemberg, Germany im Alter von 54 Jahren
- Bestattet: 23 Feb. 1935, Heidelberg Berfriedhof
Bekannte Ereignisse in seinem Leben waren:
• Beruf: Fechtlehrer an der Universität Heidelberg und Kanzleisekretär.
• Trauerfeier: auf dem Bergfriedhof in Heidelberg, 23 Feb. 1935, Heidelberg. Zum Tode Karl Grupps in den Heidelberger Zeitungen erschienen
Ein Nachruf der Universität Heidelberg
Von der Pressestelle der Universität Heidelberg geht uns folgender Nachruf der Universitätsführung zu: Der am 20. Februar viel zu früh aus einem vorbildlichen Wirken abberufene Obersturmführer Karl Grupp gehörte der Universität fast 30 Jahre an. Seit dem 1. Februar 1906 wirkte er als Fechtlehrer an der Universitätsfechtschule zunächst bis zum Krieg, in dem der allezeit für sein Vaterland opferbereite Mann sich in vielen Stürmen bewährte. Zweimal wurde er schwer verwundet, zuletzt 1918 bei dem Sturm auf das Dorf Hangard, dass er als einer der ersten erreichte. Aus dem Felde heimgekehrt, protestierte er als erster Universitätsbeamter an der Seite der nationalen Studentenschaft gegen den Schandfrieden von Versailles und schloß sich schon 1922 der Bewegung von Adolf Hitler an, der er durch alle Stürme treu blieb. Die Aufgabe, den Universitätsfechtunterricht neu aufzubauen, wurde ihm jedoch immer schwerer durch die körperlichen Folgen seiner mehrfachen Kriegsverwundungen. So stellte ihn die Universität am 1.8.1923 in den Verwaltungsdienst, und zwar bei der zahnärztlichen Klinik und Poliklinik, bei der er mit großer Pflichttreue und gewissenhafter Hingabe zuletzt als Kanzleisekretär tätig war. Was Karl Grupp über sein hauptberufliches Wirken hinaus mit der Universität besonders verband und ihn seit der nationalsozialistischen Revolution mit in die Reihe der verantwortlichen Jugendführer stellte, war seine Berufung zum Führer des Studenten-Sturmbannes 4/110 im Herbst 1933. Wenn mit der nationalsozialistischen Neuordnung neben die geistig-wissenschaftlichen Lehrer der studentischen Jugend an der Universität auch SA und SS Führer al s maßgebende Erzieher traten, dann war Karl Grupp einer, der diese Aufgabe mit der ganzen Beispielkraft seiner Persönlichkeit und mit der ganzen inneren Folgerichtigkeit seiner menschlichen Haltung erfüllte. Er war seinen SA Studenten in Wahrheit ein Führer, streng und gütig zugleich. Und so dankt ihm die Universität ein nicht geringes Teil der Mitarbeit am großen Erziehungswerk in dieser entscheidenden Zeit. Sie wird ihn als pflichttreuen Beamten, als vorbildlichen Jugendführer und als lieben Kameraden allezeit in ehrendem Gedächtnis behalten. Groh, Rektor
Heidelberger Tageblatt - General Anzeiger (Seite 6 Montag, 25. Februar 1935)
Abschied von Obersturmführer Grupp
Schwer lastet der Ernst der Abschiedsstunde auf der dicht gedrängt die Bergfriedhofskapelle füllenden Trauerversammlung. Unterführer seines Sturmes halten die Ehrenwache an der Bahre, auf der Karl Grupp ruht. Die Standarte Kurpfalz und die Fahnen des Dritten Reiches zu Häupten, in weitem Halbkreis die studentischen Verbindungen mit ihren umflorten Fahnen. Zu Füßen ein SA Mann mit dem Ehrendolch des Gaues Baden. Die Trauerklänge des Harmoniums nimmt draußen ein Bläserchor auf. Stadtpfarrer Vogelmann spricht über ein Schriftwort - Evg. Joh. 9,4: „Ich muß wirken, so lange es Tag ist ….." An demselben Tage, an dem der Tod unseres Horst Wessel sich zum fünften Mal jährt, trägt man diesen Kämpfer vom selben Geist zu Grabe. In Heidelberg geboren und aufgewachsen, hat er diesen schönen Fleck Erde über alles geliebt. Im Felde gingen seine Gedanken immer hierher. Er stand draußen in der Front, Soldat mit Leib und Seele. Nach dem Friedensschluß hat er als einer der ersten sich der nationalsozialistischen Bewegung angeschlossen. Er war ein Vorbild als Freund und Kamerad. Darauf bewegte scih der Trauerzug zur letzten Ruhestätte, wo eine Ehrensalve über dem Grab erdröhnte, während der Musikzug das Lied vom guten Kameraden spielte. Standartenführer Körner schilderte das Leben des Verstorbenen als das eines verantwortungsbewussten und pflichterfüllten SA Führer, der den Sturmbann der Universität mustergültig geleitet habe. Ueber das Grab hinaus fühlt sich mit ihm verbunden die Standarte 110. Ferner nahm die SA Gruppe Kurpfalz Abschied von dem Kameraden, ebenso die Brigade 153. Für den Sturmbann IV, den des Verstorbenen, sprach als Vertreter Bender , dem Kameraden, der Führer und Vorbild war, ebenfalls einen Kranz widmend. Im Namen der Standarte R I/110 sprach Max Weiß , für die Kreisleitung Stadtrat Reichert , für die SS Standarte 32 wurden Blumen niedergelegt, das gleichen für die SS-Standarte RDR, für die SA Standarte 289, für die Motorstandarte und für den Pioniersturm, durch Sturmführer Rinkleff . Auch sein altes Regiment, die Leibgrenadiere 109, war vertreten. Rektor Prof. Groh sprach unter Niederlegung von Kränzen im Namen der Universität und als Vertreter des Ministers für Kultur und Unterricht, dem uneigennützigen Menschen, dem unvergesslichen Kameraden warme Worte widmend. Der NG Studentenbund schloß sich an mit dem Versprechen, dem Kameraden und Berater, zum Führer täglich neu gestärkt, die Treue zu halten und nach seinem Vorbild zu kämpfen gegen alle Verfälschungen der nationalsozialistischen Ideen. - Hauptamtleiter Oechsle legte als Nächster Blumen nieder, für die HJ sprach Jungbannführer Egenlauf Dankesworte, und die Ortsgruppe Handschuhsheim widmete heimische Frühlingsblüten, für die Frauenschaft Frau Klein Kranz und Nachruf. Prof. Weißenfels war als Vertreter der Zahnklinik mit einem Kranz am Grabe. Er schilderte die charakterlichen Grundlagen des Entschlafenen; auch im bürgerlichen Beruf wat er der opfer- und hilfsbereite Arbeitskamerad. Auch die Burschenschaft Rhein-Arminen gab ihem Dank warmen Ausdruck. Segensworte des Geistlichen beschlossen die Trauerfeier.
An der Bahre eines alten Kämpfers:
Letzte Fahrt von Obersturmführen Grupp
Unter überaus großer Beteiligung wurde gestern Nachmittag der Führer des Sturmbanns IV/110, Obersturmführer Karl Grupp zur letzten Ruhe bestattet. Vertreter der Partei, PO, Sa, SS und aller anderen Formationen waren erschienen, um dem Heimgegangenen die letzte Ehre zu erweisen. In der Mitte der Kapelle war der Sarg des Verstorbenen aufgebahrt. Ein wahrer Hügel von Kranzspenden erhob sich über ihm und Schleifen in den Farben des alten und neuen Reiches kündeten von der Achtung, die Obersturmführer Grupp bei allen als ewiges Gedenken hinterläßt. Unterführer seines Sturmbannes hielten ihm die Ehrenwache und die auf einem schwarzen Kissen befestigten Ehrenabzeichen des Krieges und der Partei künden von seiner Pflichterfüllung und seiner Treue zu Volk und Vaterland. Zu seinen Häupten stand die Standarte, die Fahne der Kreisleitung und dann folgten die Fahnen der Sturmbanne und aller Korporationen. Leise Orgeltöne durchschwebten den Raum; dann widmete Pfarrer Vogelmann dem Heimgegangenen einen letzten Nachruf. Er legte dem Leben des Verstorbenen den Spruch zugrunde: „Ich muß wirken solange es Tag ist, es kommt die Nacht, da niemand wirken kann." In zu Herzen . gehenden Worten verwies er alle auf dies vorbildliche Leben der Pflichterfüllung für Volk und Vaterland. Im Weltkrieg einer der treusten und tapfersten Kämpfer, setzte er sich nach der Novemberrevolte trotz seiner schweren im Krieg erhaltenen Wunden sofort für die nationale Erneuerung seinen Vaterlandes ein. Er war Kamerad den Kameraden und allen ein guter Freund. Im Beruf wie im Leben war er ein Vorbild für uns alle, er vertraute auf Gott gleichwie er in Pflichterfüllung und Treue seinem Volke stand Nach dem Gebet und dem Segen bildete sich unter Vorantritt der Standarte der Trauerzug und unter den Klängen der Trauerparade wurde der Verstorbene zu seiner letzten Ruhestätte getragen. Dumpf scholl die Ehrensalve über den Friedhof und dann senkte sich der Sarg in das Grab, während der Musikzug leise das Lied vom guten Kameraden spielte. Standartenführer Körner überbrachte den Nchruf der Standarte 110. Er schilderte das Leben des Verstorbenen als das eines idealen SA Führers, der sich seiner Verantwortung als Erzieher der Jugend bewusst und pflichterfüllt bis zum Äußersten war. Verantwortungsbewußt nach oben besaß er die Autorität, um gerade die schwere Aufgabe der Erziehung der Studentischen Jugend zu Übernehmen. Deshalb war er auch für den Führer der Standarte 110 nach dem Sieg der Bewegung selbstverständlich, diesen alten verdienten Kämpfer für die Bewegung mit der Führung des Sturmbanns der Universität zu beauftragen. Sein Geist der Kameradschaft und Treuer wird ein ewiges Vorbild sein. Auch die Gruppe „Kurpfalz" ehrte ihren verdienten Obersturmführer für seine jahrelange Pflichterfüllung durch Niederlegung eines Kranzes, ebenso die Brigade 153. Der Vertreter des Sturmbanns des Verstorbenen betonte, daß sein Geist weiterleben wird in dem Sturmbann. Obersturmbannführer Max Weiß gedachte des Verstorbenen im Namen der Standarte R 110, die SA Standarte 289, die SS Standarte RDR Stadtrat Reichert, die SA Standarte 289, die SS Standarte 32 und die Pioniere der Brigade 153 Kränze am Grab niederlegen. Rektor Groh widmete dem Heimgegangenen als Vertreter des Ministerium des Kultur und Unterrichts und der Universität ehrende Worte. Der NS-Studentenbund und die Studentenschaft dankten dem Verstorbenen für seinen Kampf um die Erneuerung der deutschen Hochschule. Als Vertreter der Zahnklinik führte Prof. Weißenfels aus, daß Obersturmführer Grupp die gleiche Pflichterfüllung wie im Kampf um die Erneuerung der Nation auch im Beruf gezeigt habe und ihnen allen ein Vorbild in Kameradschaft und Treue sein werde. Es folgten dann noch Kranzniederlegungen durch die HJ, der Ortsgruppe der NSDAP Handschuhsheim, die Leibgrenadiere, die Motorstandarte, die NS Frauenschaft und die Burschenschaft der Rhein-Arminen. Obersturmführer Grupp, der nun die ewige Ruhe gefunden hat, wird im Geiste weiter in unseren Reihen marschieren und allen unvergeßlich sein.
Obersturmführer Karl Grupp
Wieder ist ein alter Kämpfer der NSDAP von uns gegangen. Als einer der ältesten Parteigenossen und SA Männer Heidelbergs stand er bereits im September 1922 in den Reihen der Kämpfer Adolf Hitlers. Als dann im November 1923 die NSDAP und die SA verboten und aufgehoben wurde, blieb er wie jeder ganze Nationalsozialist der Idee Treu und arbeitete getarnt unermüdlich weiter. Gleich nach Wiedererstehen der Partei im November 1925 meldete er sich wieder zum Dienst. Obwohl er im großen Kampf an der Westfront verwundet worden war, stand er immer in der ersten Linie im politischen Kampf. In Nürnberg 1929 marschierte er und in unzähligen vielen Versammlungen und Aufmärschen bewies er seine Treue zu Adolf Hitler. Zu seinen Auszeichnungen aus dem Großen Krieg erhielt er das goldene Parteiabzeichen und das Ehrenzeichen des Gaues Baden. Nach der Machtergreifung wurde er mit der Führung des SA Sturmbannes IV/110 beauftragt. Er war all seinen Kameraden von der SA nicht nur ausgezeichneter Führer, sondern jedem guten Nationalsozialisten ein treuer Freund und Kamerad. Wenn er auch nicht mehr mit uns weiter marschieren kann, so wird sein Geist doch immer mit uns sein.
KARL heiratete Katharina Lucia HEDWIG Sachs [375], Tochter von Andreas Sachs [2659] und Anna Katherina Schweickart [2660]. (Katharina Lucia HEDWIG Sachs [375] wurde geboren am 17 Okt. 1886 in Heidelberg, Rhein Neckar Kreis, Baden Württemberg, Germany.)
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